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Australien Gesundheit

Australien Gesundheitstipps

Australien ist medizinisch gesehen auf einem ähnlich guten Versorgungsstand
wie Deutschland, Österreich oder die Schweiz.

Wer sich in den Küstenregionen oder in der Nähe einer größeren Stadt aufhält, also den kaum besiedelten zentralen Teil des Landes meidet, kann in nahezu jeder Stadt mit Hilfe durch einen Allgemein- oder Zahnarzt rechnen.

Für Spezialisten muss man meist das nächste Krankenhaus oder eine größere Stadt aufsuchen.

Wer im Outback dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen ist, kann die fliegenden Ärzte, die Royal Flying Doctors, rufen. Diese können die Patienten schneller erreichen als eine gewöhnliche Ambulanz.

Touristen oder vorübergehend in Australien wohnhafte Personen, die keine staatliche Krankenversicherung haben, müssen für einen Arztbesuch in jedem Fall eine Behandlungsgebühr von etwa 50 Euro zahlen, auch wenn man eine private Auslandskrankenversicherung vorweisen kann.

Ebenso ist es üblich, dass angemessene Beträge für Medikamente oder weitere Behandlungsmaßnahmen im Voraus und in bar gezahlt werden müssen.

Um die Kosten von der Auslandskrankenversicherung erstattet zu bekommen, muss sie von der Behandlung in Kenntnis gesetzt werden. Anschließend müssen alle Quittungen, die Diagnose und die angewandten Behandlungsmaßnahmen als Kopie eingeschickt werden.

Der Abschluss solch einer Versicherung ist durchaus sinnvoll und erspart im Ernstfall viel Ärger und Kosten.

Für gewöhnlich gelten für Australien keine gesonderten Impfempfehlungen. Vor der Abreise sollte allerdings überprüft werden, ob alle auch im Heimatland empfohlenen Impfungen vorhanden sind. Eine Auffrischung des Impfschutzes sollte alle zehn Jahre erfolgen.

Hierzu gehören:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Polio (Kinderlähmung)
  • Hepatitis A (Gelbsucht, die durch verunreinigte Lebensmittel oder Gegenstände verursacht wird)
  • Diphterie
  • Hepatitis B (Leberentzündung, die durch Körperflüssigkeiten übertragen wird)

Wenn bei An- oder Abreise ein längerer Zwischenstopp in Indonesien oder einem anderen asiatischen Land mit ähnlichen klimatischen Bedingungen gemacht wird, empfiehlt sich zudem eine Impfung gegen Malaria. Vor Ort gilt dann auch besondere Vorsicht beim Verzehr von rohen oder auf der Straße angebotenen Speisen, da sie in unhygienischen Verhältnissen zubereitet worden sein könnten.

Natürlich sollte man in Australien stets auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten, um die Haut vor Langzeitschäden durch die gefährliche UV-Strahlung zu schützen.

Oft wird die Sonne von Touristen unterschätzt, doch reichen schon zehn bis fünfzehn Minuten in der prallen Sonne, um einen Sonnenbrand zu bekommen. Sonnenschutzcreme, eine Mütze und ein T-Shirt sollten für Sie Pflicht sein, genauso wie ein schattiger Platz beim Barbecue oder am Strand. Sollte man sich doch einmal verbrannt haben, empfiehlt sich kühlendes Aloe-Vera-Gel aus der Apotheke oder Drogerie.

Wer sich länger in Australien aufhält, sollte in jedem Fall eine kleine Reiseapotheke im Gepäck haben. Tabletten gegen Kopfschmerzen, Durchfall, Reisekrankheit und regelmäßig einzunehmende Medikamente können in kleinen Mengen problemlos mitgeführt werden.

Zudem sind Pflaster, Verbandzeug und Wunddesinfektion von Vorteil, um sich bei kleinen Verletzungen und Blasen an den Füßen selbst helfen zu können.