Australien Flug
Australien Flug - Erfahrungsbericht von Kristina
"Du willst nach Australien?!" waren die ersten Sätze meiner Freunde und Verwandten, als ich ihnen meine Pläne für die kommenden vier Monate erzählt hatte. Nachdem sich die Verwunderung, Skepsis und ein bisschen Neid über mein Vorhaben einigermaßen gelegt hatten, kam vor allem eine Frage auf:
"Wie lange fliegt man denn da?" "Fast einen Tag" sagte ich begeistert und zweifelte doch jedes Mal ein wenig an mir selbst, wenn mir bewusst wurde, dass ich knapp 24 Stunden in einem fliegenden Stück Blech zehn Kilometer über dem Boden zubringen würde. Prinzipiell habe ich kein Problem mit dem Fliegen; solange die Maschine Luftlöchern oder anderen Gefahren ausweicht, ich es mir (so gut es eben geht) bequem machen kann und das Essen schmeckt und reichlich ist.
So machte ich mich auf den Weg nach Berlin, die guten Ratschläge und sorgenvollen "Dass du mir ja heil nach Hause kommst" meiner Familie noch im Ohr. Viele internationale Flüge starten vom Frankfurter Flughafen, so auch mein Qantas-Flug. Die erste Strecke von Berlin nach Frankfurt absolvierte ich problemlos mit einem Linienflug der Lufthansa.
Da die Fluggesellschaften nicht zusammenarbeiten, musste ich mir dort angekommen mein Ticket erst noch abholen und dann verstand ich, warum man mich bereits am Schalter in Berlin so seltsam angesehen hatte… Das Working Holiday Visum, das ich zuvor beantragt hatte, bestand nicht und so würde man mich auch nicht mitnehmen!
Nach einer kurzen, panischen Diskussion mit der Angestellten und dem Gefühl gleich nach Hause geschickt zu werden, fand man jedoch schnell den Fehler. Bei der Beantragung gab ich anstatt eines O eine Null im Feld für die Reisepassnummer ein. Ein schneller, unbürokratischer Anruf ans andere Ende der Welt seitens eines netten Qantas-Mitarbeiters löste das Problem innerhalb von fünf Minuten und ich konnte dann doch fürs Erste beruhigt ins Flugzeug steigen.
Zum Glück bekam ich wie versprochen einen Fensterplatz, schließlich wollte
ich ja auch ein bisschen was von der Welt unter mir sehen. Ein Platz im
mittleren Teil, so ganz ohne Gang und Fenster, erscheint mir doch ziemlich
unbequem für so einen Marathonflug. Zum Ausstrecken der Beine reichte der
Platz jedoch aus und zum Schlafen kann man den Sitz recht weit nach hinten
stellen.
Besonders freute ich mich auf das Boardprogramm, das sich im Sitz
vor mir als kleiner Bildschirm bot. Dort werden aktuelle Kinofilme, Serien,
Evergreens, Dokumentarfilme, Reportagen, Kinderprogramm, Musik und natürlich die Reiseinformationen gezeigt. Da ist wirklich für jeden etwas dabei und das Beste: Man kann sich das Programm selbst aussuchen und wird nicht mit Filmen belästigt, wenn man eigentlich lieber schlafen möchte (was ich dann
später während meiner Reise in einigen Reisebussen erlebte).
Am Platz wartete auch bereits ein Kissen, eine Decke, Kopfhörer und ein sehr
nützliches Täschchen mit warmen Socken und Zahnbürste auf mich. Die
Flugbegleiterinnen waren allesamt in bunt gemusterten Uniformen gekleidet,
die Kängurus und typische Zeichnungen der Aborigines, der australischen
Ureinwohner, darstellten und mich so schon ein wenig auf die neuen und
spannenden kulturellen Eindrücke einstimmten.
Schon nach dem Start begannen diese dann emsig umherzuwuseln und Kaffee und Tee vorzubereiten, denn bald sollte es das erste Essen geben. Und ich kann nur sagen: Ich liebe Flugzeugessen! Das Gerücht, die vorgesetzten Mahlzeiten seien fragwürdig und alles andere als lecker kann ich nicht bestätigen, denn mir hat wirklich alles geschmeckt und ich bin wahrlich kein einfacher Esser.
Man kann bei jedem Essen aus zwei Alternativen wählen, dazu gibt es immer
eine Vorspeise und ein Dessert, das gilt auch für das Frühstück. Darüber
hinaus hat mich die Getränkeauswahl überrascht, denn neben Softdrinks,
Kaffee und Tee kann man sich jederzeit kostenlos Bier, Wein und Sekt
servieren lassen, was ich später (natürlich in geringen Mengen) aufgrund
meiner Schlaflosigkeit ausnutzte. Nach dem Essen machte ich es mir sogleich
gemütlich und versuchte die noch zu fliegenden Kilometer auszublenden, indem ich ein wenig mit meinen Sitznachbarn schnatterte und das Boardprogramm checkte.
Nach drei Filmen und einigen Reportagen fielen mir dann doch erst
einmal die Augen zu und ich knüllte mein Kopfkissen zwischen Sitz und
Fenster, um ein bisschen Schlaf zu bekommen. Nicht zu unrecht wird immer
betont, man solle sich im Flugzeug genügend bewegen; eine Tatsache, die ich
im Anschluss auch sofort zu spüren bekam, denn nachdem ich ein paar
Stündchen verschnarcht hatte, machten meine Hüfte und Beine schmerzlich auf sich aufmerksam.
Auf meinem Spaziergang zur Toilette und in Richtung Business Class holte ich mir etwas Obst bei den Flugbegleitern ab, denn auch
das ist während des ganzen Fluges bei Qantas umsonst.
Alles in allem also ein ziemlich relaxter Flug ohne Luftlöcher oder andere
Vorkommnisse, zumal nach den ersten Mahlzeiten das Flugzeug abgedunkelt
wird, sodass jeder ungestört schlafen kann.
Für besonders Hungrige wurden noch schnell einige Snacks verteilt, bevor für die meisten Fluggäste die Nachtruhe einkehrte. Nach etwa 6-7 Stunden gab es dann das lang ersehnte Frühstück und Eis oder Schokolade hinterher. Als ich es dann nach 16 Stunden endlich bis nach Singapur geschafft hatte, fühlte ich mich trotz der üppigen Verpflegung jedoch ziemlich gerädert, denn das Sitzen strengte mich mehr an als ich gedacht hatte und geschlafen hatte ich auch schon besser.
Während das Flugzeug für den Weiterflug vorbereitet wurde, entdeckte ich das kostenlose Fußmassagegerät für mich, das im Terminal bereitstand, um mich für die letzten 7 Stunden zu motivieren. Wieder in der Luft verfolgte ich
mein Programm zum Zeittotschlagen weiter: Essen, Fernsehen, Schlafen,
Bewegen, Essen…
Das funktionierte ziemlich gut für mich, denn plötzlich
teilten die Flugbegleiter bereits ein Einwanderungsformular aus, auf dem
jeder Fluggast den Grund für seine Einreise nach Australien angeben und
einige Fragen zu Einfuhrbestimmungen beantworten musste; dies war später an der Zollkontrolle des Flughafens von großer Bedeutung.
Wir wurden darüber aufgeklärt, dass wir alle frischen Lebensmittel wie Obst oder Brot im Flugzeug zurücklassen sollten, um keine unerwünschten Krankheitserreger einzuschleppen. Schließlich liegt Australien ziemlich isoliert von der Außenwelt und ist bisher von einigen scheußlichen Epidemien verschont geblieben und das soll auch weiterhin so bleiben.
Beim Landeanflug auf Sydney kam dann doch die Aufregung zurück, die mich
schon am Frankfurter Flughafen wach hielt; wir umkreisten die Stadtviertel,
den Hafen und das berühmte Opera House und niemand ließ es sich nehmen trotz Kameraverbot einige Schnappschüsse davon mitzunehmen. Ich freute mich wahnsinnig auf die kommenden vier Monate, die rückblickend wohl zu der
aufregendsten Zeit meines bisherigen Lebens zählt und ich war stolz auf
mich, dass ich die erste Etappe, einen unmöglich erscheinenden
24-Stunden-Flug, so bravourös gemeistert hatte.
Great Barrier Reef
Was wäre, wenn...? Was wäre, wenn ich einmal nach Australien käme?
Mit Sicherheit würde ich das Great Barrier Reef an der Nordostküste des australischen Kontinents besuchen wollen, diesen größten lebenden Organismus der Erde, der mit seiner Artenvielfalt, seiner Schutzbedürftigkeit und seiner Schönheit so viele Menschen in seinen Bann schlägt.
1981 hat die UNESCO als Schutzpatronin der Natur und Kultur das Korallenriff zum Weltnaturerbe erklärt. Mit einer Länge von etwa 2300 Kilometern besteht es aus knapp 3000 Einzelriffen und ca. 1000 tropischen Inseln, eine geologische Formation, die noch aus dem Weltall gut zu erkennen ist.
Das Riff, vor Queensland gelegen, erstreckt sich von Bundaberg bis hinauf nach Cape York. Hier leben neben unzähligen Fischarten und Kleinstorganismen Haie, Wale und Delfine sowie auch sechs von sieben weltweit vorkommenden Arten der Meeresschildkröten. Das Great Barrier Reef ist ein Paradies für Taucher und darüber hinaus unter anderem auch eine Heimat des berühmten Clownfisches.
Doch dieser wunderschöne Lebensraum befindet sich in steter Gefahr, wird von der Klimakatastrophe, der Fischereiindustrie, den Düngemitteln der Landwirtschaft und teilweise leider auch von den Touristen stark in Mitleidenschaft gezogen. Tierschützer und Wissenschaftler bemühen sich, die Bedingungen zu verbessern und den verschiedenen Arten mehr Schutz zukommen zu lassen, indem sie Tötungs- und Verkaufsverbote anstreben und durchsetzen, sowie darüber hinaus diesen einzigartigen Lebensraum aktiv erweitern und bewachen. Sollte ich einmal als Tourist die Möglichkeit haben, das Great Barrier Reef zu besuchen, treibt mich natürlich auch die Sehnsucht, diese märchenhafte Unterwasserwelt hautnah zu erleben.
Und gleichzeitig ist die Distanz für die Wesen im Meer von einer existenziellen Notwendigkeit, da ihre Lebensräume und Populationen ohnehin schon von Tag zu Tag kleiner werden. Wenn ich es also tatsächlich einmal dorthin schaffe, werde ich hinschauen, aber nicht zu nah rangehen, und mich bemühen, nicht zu stören, in der Hoffnung, dass dieser lebendige Traum uns erhalten bleibt und sich regeneriert.
Kathrin D.
Flug nach Australien
Aufbruch
Es begann alles nur mit nem Hirngespinnst nes voellig gestressten und nicht immer klar denkenden Menschen der auch dein Nachbar sein Koennte. Australien cool...schoen weit weg keiner kennnt dich und du kannst tun und lassen was du willst... mehr oder weniger. Nach Monaten rumgesitzte etwas planung und etwas geld zusammenkratzten viel der Tag der abreise auf den 10.12., 12:10Uhr irgendwie schon der erste Merkwuerdigkeit bevor es uberhaupt losgeht... Ein guter Kumpel aus Meiner Ausbildungszeit (vielen Dank hier an Lutz) gab mir die Ehre des Letzten Abends in good old Germany, bevor er mich am naechsten Morgen zum Flughafen gebracht hatte. Natuerlich wurde der Abend Tratitionell mit Alkohol begossen (gluehwein, Vodka, Bier,...) was das aufstehen am naechsten Morgen etwas Schwierig gestalltete. Dank der Vorfreude Auf das Unendeckte Land, konnte ich dies aber recht schnell hinter mich bringen. Ein Langer Flug suedlich des Nordpoles verschafte mir das vergnuegen nahezu waehrend des kompletten fluges ne art Sonnenaufgang zu geniessen. Zu meinem Erstaunen wahren alle flughafenmitarbeiter in Vencouver asiaten... dachte erst... verdammt falscher Flieger.... wurde bald eines besseren belehrt. Doch nun startete es etwas komlizierter zu werden, da der von mir gebuchte flug eigendlich noch gar nicht gestartet war(neue Route) und niemand von einem non stop flug nach sydney was wusten, musste ich nun noch n zwischenstop in Hawaii einlegen, was nicht mehr als 1-2 stunden dauern sollte, was ich aber noch nicht wusste. Doch bevor es nach hawaii gehen konnte, musste ich noch die Huerde des Amerikanischen Zolles ueber mich ergehen lassen, was nach meiner auffassung ne echte zumutung war. 3 mal liessen sie mich das Zollformular ausfuellen, nur weil ich angeblich nicht gross genug geschrieben hatte. Als naechstes wurde ich 2 meiner 3 feuerzeuge beraubt die ich in meinen taschen mit mir fuehrte. Zum allen ueberfluss konnte mir dann noch nichteinmal jmd sagen, zu welchen gate ich eigendlich zu gehen habe. Nach etwas herumirren und 20.000 leute fragen habe ich dann endlich meinen flieger gefunden. Ungluecklicherweise war der flieger von Air Canada so laut, das selbst mit oropax nicht an schlaf zu denken war, zum glueck hatten sie ein paar filme zur auswahl, welche ich noch nicht kannte. Gegen 23 Uhr Flogen wir Honolullu an, was fuer mich eigendlich nur wie eine einzige stadt-insel. Ne halbe Stunde spaeter konnten wir den Flieger verlassen und ich glaubte in nem Traum zu sein. Es herschten 27Grad und es wehte ein leichter wind, welcher die Palmen sanft zu Weihnachtsmusik schwingen liess. Weihnachtsmusik mit Hawaiianischen Rythmen... irgendwie merkwuerdig aber schon irgendwie ganz net, besonders wenn man das in t-shirt und shorts geniessen kann. Leider nicht viel zeit zu geniessen 2h spaeter ging es wieder in in den Flieger und diesmal kein stop mehr bis nach australien. Gegen 7 Uhr Erreichte ich nun das Ziel meiner Reise. Airport Sydney. Alles unbekannt, in englisch und irgendwie hab ich mit dem ereichen des zielorte auch etwas verloren gefuellt.Dies hatte nun zum ergebnis, das ich mich nem anderen Deutschen Anschloss der mit mir angekommen war (nur aus der anderen Richtung). Zumindest hatte er ne idee wo wir erstmal ne Unterkunft finden Koennnen. Er hatte gelesen, das es in Kings Cross (namen hatte ich noch nie vorher gehoert) ne menge Backpacker Hostels geben soll. dachte mir ok super nix wwie hin. Aehm nur mal so als Frage... Was ist n Hostel und wo soll das kings cross sein und vor allem wie kommen wir da hin?????? erstmal n tages ticket fuern bus gekauft, und dann mal guggn wo der hin faehrt. nach ner weile fanden wir den weg nach kings cross. nun klaerte sich auch auf was das ist... das amuesier viertel von sydney...party bis nachts sonstwann... uff. naja wir erstmal ins erstbeste hostel eingescheckt. gab ja da jede menge kostenlos....naja war ne lausige absteige und die beiden englaenderinen die wir noch auf dem Zimmer hatten waren wirklich (sorry fuer die ausdrucksweise, aber war nun einmal so) dreckschlampen. naja nachdem wir unsere schweren rucksaecke losgeworden sind erstmal auf stadterkundung. ist ja gerade mal morgens im diesem teil der erde. haben noch das tagesticket etwas ausnenutzt und uns die stadt mehr oder weniger angeschaut... bei den stadt ausmassen, kann das ja eigendlich nur ewig dauern...die stadt alleine nimmt gut und gerne 2000km2 ein. Noch am Abend in nem Pub die 1. Nacht in Australien gefeiert bevor wir schlafen gegangen sind.
Thomas L.
Weitere Berichte findet ihr auf dem Australien Blog
Flug Australien
Ab nach Australien
Nun ist es endlich soweit, dreizehn Jahre Schulbank drücken, lernen und vom großen Abenteuer träumen nehmen ihr Ende. Die Art von Alltag, die mich während dieser Zeit begleitet hat, löst sich immer mehr auf. Mit einem zufrieden stellenden Abi in der Tasche kann es nun ins Studium gehen.
Dennoch soll vorher das Abenteuer, von dem ich so lange geträumt habe, wahr werden. Australien! Ein Land, welches mir bislang nur aus Büchern, Erzählungen und Reportagen bekannt ist. Ein Land, welches in weiter Ferne liegt und nicht nur durch das Wetter und die facettenreiche Tierwelt lockt, sondern auch durch die Möglichkeiten, sich als Backpacker dort für eine Weile niederzulassen.
Nachdem nun endlich die wichtigsten Vorbereitungen getroffen wurden steigt die Aufregung. Visum, Flug, finanzielle Mittel sowie die Unterkunft in einem Hostel für die ersten vierzehn Tage sind gesichert, doch nun kreisen mir ganz andere Fragen durch den Kopf. Fragen, auf die ich erst eine Antwort bekommen werde, wenn ich tatsächlich dort bin.
Nicht nur die weite Ferne des Landes zu meiner Familie und meinen Freunden, sondern auch die Ungewissheit, ob ich es wirklich schaffen werde, auf eigenen Beinen zu stehen, mich selber zu finanzieren und mir ein Leben dort aufzubauen machen diese Reise zu einem Abenteuer.
Wo werde ich wohnen? Welche Jobs werde ich machen? Wird es Konflikte geben? Und wie werde ich mein erstes Weihnachten ohne Familie und bei wohlig warmen Temperaturen verbringen? Werde ich früher als geplant zurückkehren oder werde ich mich in dieses Land verlieben? All diese Fragen muss ich mir immer wieder stellen.
Die Aufregung steigt und der Tag der Abreise rückt immer näher. Bald werde ich da sein, Erfahrungen machen und Antworten auf meine Fragen bekommen...
Frauke Weßels
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